Es schwebt also ein gewisser „Zauber“ der AfD über der CSU. Anders kann man die Aussage von MdB Irlstorfer bei einer CSU-Wahlveranstaltung nicht deuten, dass „die Brüder von der AfD entzaubert“ werden sollen.

Zuerst ist es als Würdigung zu verstehen, dass die Alternative für Deutschland als Hauptkonkurrent um das Direktmandat für den Bundestag gesehen wird. Diese Rolle nehmen wir sehr gerne an. Des Weiteren ist es zwar richtig, dass Irlstorfer die AfD als Brüder bezeichnet, wenn es um die innere Geschlossenheit und familiäre Atmosphäre im Kreisverband Freising-Pfaffenhofen geht. Aber man darf nicht vergessen, dass es auch viele „Schwestern“, also weibliche Mitglieder und Interessenten gibt.

Am Ende entscheidet natürlich nicht die CSU, wer die Direktwahl im hiesigen Wahlkreis gewinnt, sondern der Bürger. Und den Bürgern ist die AfD besonders mit dem Konzept der direkten Demokratie und der Aktivierung vieler bisheriger Nichtwähler eng verbunden. Auf der anderen Seite ist es anmaßend, wenn Erich Irlstorfer (CSU), der im Bundestag den Positionen von Angela Merkel nahe steht, von „seinem Wahlkreis“ spricht. Denn das ist er zur Mehrheit nicht.

Wenn die CSU schlussendlich – wie sie selber sagt – „in einen Modus umschalten muss, in dem man zu seinen Meinungen und Überzeugungen steht“, bedeutet das im Umkehrschluss, dass die CSU derzeit nicht ihre Überzeugung vertritt. Damit muss die CSU als unehrlich bezeichnet werden. Bei der AfD kann man sich dagegen darauf verlassen, dass man als Wähler endlich eine echte Alternative hat.

Johannes Huber
Alternative für Deutschland
Kreisverband Freising-Pfaffenhofen
Stellvertretender Vorsitzender