In der Gemeinde Au/Hallertau, fand am Sonntag den 09.07.2017 vor 150 Zuschauern die Wahlkampf-Auftaktveranstaltung mit dem Bundestagskandidaten im Wahlkreis Freising-Pfaffenhofen-Schrobenhausen Johannes Huber und der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Beatrix von Storch statt. „Der Veranstaltungsort konnte der Öffentlichkeit erst kurzfristig mitgeteilt werden, weil die AfD und die gastgebenden Wirte in der Vergangenheit auch regional wiederholt von linken Gegnern der Meinungsfreiheit angegangen wurden“, erklärt Huber die Sicherheitsvorkehrungen für die Veranstaltung. Auch steht Beatrix von Storch – „spätestens seitdem ihr Auto von den gleichen Leuten angezündet wurde, die Hamburg in der letzten Woche terrorisiert haben“ – unter Personenschutz.

Vor knapp 100 Interessenten und weiteren teilweise weit gereisten Parteimitgliedern sowie vielen lokalen Pressevertretern bis hin zum Kamerateam von IN-TV und einer aus Berlin angereisten US-Journalistin, zeigten die AfD-Vertreter schonungslos die Missstände der derzeit herrschenden Politik auf. Der Kreisvorsitzende Bernhard Kranich machte deutlich, „hier auf dem Land gibt es noch intakte Familien und fleißige Bürger, die nicht vom Staat leben, sondern Steuern zahlen.“ In Freising wurden Wirte „von Demokratiefeinden massiv unter Druck gesetzt.“ Kranich richtete dahingehend einen Appell an die anwesende Presse, mit ihren Veröffentlichungen verantwortungsvoll umzugehen.

Mit der Forderung nach bundesweiten Volksabstimmungen will die AfD „die Macht wieder den Bürgern zurückgeben“, erläuterte Johannes Huber anschließend das Demokratieverständis der AfD. Mit der Besinnung auf konservative Werte, „die die CDU/CSU unter der Noch-Kanzlerin Merkel Stück für Stück aufgegeben hat“, sieht Huber die Position der AfD vor allem als Opposition zur regierenden großen Koalition. Weil sich die rot-rot-grünen Parteien nicht entschlossen von den Gewaltausbrüchen in Hamburg distanziert haben, schließt Huber bei einer Machtübernahme von Schulz auch „von Linken verursachte bürgerkriegsähnliche Zustände“ nicht aus. Dazu trägt bei, dass auch der hiesige Bundestagsabgeordnete der SPD, der „vom Kreissaal und Hörsaal jetzt gleich in den Plenarsaal will“, bei der „öffentlichen Denunzierungskampagne“ gegen den ehemaligen Diözesansekretär der KAB Rainer Forster beteiligt war. Dieser wurde mittlerweile aufgrund des öffentlichen Drucks beurlaubt, war auf der Veranstaltung aber als lebendes Beispiel für Meinungsfreiheit und Demokratie anwesend.

Den Höhepunkt der Veranstaltung markierte der Auftritt von Beatrix von Storch. „Merkel legt keinerlei Wert auf eine Obergrenze oder eine Leitkultur, deshalb stehen beide auch nicht im Wahlprogramm der Union.“ Stattdessen stehen 6,6 Mio. Migranten nahe der Schengen-Grenze bereit für ihre Weiterreise. „Da setzt sich etwas in Bewegung, sodass mittlerweile sogar der CSU-Politiker Weber rät, dass die Europäer im Mittelmeer auch die Waffe in die Hand nehmen müssen“. Entgegen dieser klaren, aber folgenlosen Äußerung, wurde von Storch noch vor einem Jahr für eine ähnlich missverständliche Aussage „beinahe gesteinigt“. Der EU-Flüchtlingskommissar Avramopoulos wurde zitiert, dass es sich „vorwiegend um ein wirtschaftliches Migrationsphänomen handelt. Libyen hat sich mittlerweile in ein Paradies für Schlepper verwandelt.“

Den Sinn der aktuellen Kampagne der AfD zur Beseitigung der durch Zwang eingetriebenen Rundfunkgebühren bestätigte von Storch mit einem aus ihrer Sicht völlig unsinnigen Kommentar des öffentlich-rechtlichen NDR: „Es fällt zur Zeit wirklich schwer, nicht an eine Verschwörung zu glauben: einen geheimen Plan der Hamburger Polizei, um die Stadt in rauchende Trümmer zu verwandeln.“ Von Storch griff die Regierungsparteien an, die „im Wahlkampf Steuersenkungen und Kindergelderhöhungen fordern, das reichlich albern ist, denn die könnten ja all das bereits umsetzen.“ Direkt nach der Entscheidung für die „Ehe für alle“ wurde im Bundestag „im Schweinsgalopp noch das NetzDG und der Bundestrojaner durchgewunken. Beides mit sehr geringer Besetzung, der Großteil war wohl währenddessen die Homoehe feiern.“ Für das Netzwerkdurchsetzungsgesetz gab es bereits eine Rüge von David A. Kaye, der als Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit der Vereinten Nationen den Gesetzentwurf scharf kritisierte.

Die mangelnde Teilnehmerzahl bei der Demonstration der Muslime gegen den Terror in Berlin, wohingegen „fast jede türkische Hochzeit mehr Teilnehmer hat“, zeigt für von Storch die fehlende Bereitschaft der Muslime in Deutschland zur Integration und die nur spärlich vorhandene Akzeptanz der Grundwerte der europäischen Kultur. Mit einer Darstellung der steigenden Kriminalität, verursacht vor allem von Migranten, sind dagegen „handfeste Anzeichen erkennbar, dass die Sicherheitslage durch die Politik der Bundesregierung außer Kontrolle geraten ist“. Weil viele Straftäter aufgrund ihres muslimischen Hintergrundes andere Wertvorstellungen, insbesondere zur Rolle der Frau haben, verdeutlichte Frau von Storch die Kernfrage der Zukunft, ob Deutschland „angesichts der Radikalisierung im Islam bald in das Mittelalter zurückfällt oder die eigenen Werte des Grundgesetzes behalten kann.“

Die anwesenden Gäste konnten am Eingang nicht nur die bayerische Plakatlinie für die Bundestagswahl bestaunen, sondern während der Veranstaltung auch die Kampagne zum Ausstieg aus der Antifa. Durch die eingangs erläuterten Sicherheitsvorkehrungen gab es vor und während der Veranstaltung keinerlei Störungen. Zwar gab es auch kontroverse Fragen, diese wurden aber sowohl von Beatrix von Storch als auch Johannes Huber in sachlicher und unaufgeregter Art beantwortet.