Bei dem groß angekündigten Asylgipfel der Großen Koalition am 1. November ist wieder einmal nichts Konkretes beschlossen worden, um das von Merkel verursachte Asylchaos zu beenden. Stattdessen wurden alle wesentlichen Entscheidungen auf unbestimmte Zeit vertagt. Dieses magere Ergebnis zeigt die dramatische Handlungsunfähigkeit der Großen Koalition. Horst Seehofer, der Angela Merkel wieder einmal mit großem Theaterdonner eines seiner zahlreichen Ultimaten gestellt hatte, hat sich damit abspeisen lassen, dass die CDU ihn in der Forderung nach der Einrichtung von „Transitzonen“ unterstützt. Dazu erklärt der Landesschatzmeister der AfD Andreas Strixner: „Die vermeintliche Einigung von CDU und CSU, sich für „Transitzonen“ einzusetzen, ist angesichts der Blockadehaltung der SPD das Papier nicht wert, auf dem sie steht – und das weiß Angela Merkel ganz genau. Die dringend erforderliche Begrenzung der Masseneinwanderung ist nicht einmal diskutiert worden. Offenbar ging es bei der ganzen Veranstaltung also nur darum, dass Horst Seehofer das Gesicht wahren kann. Tatsächlich ist die Große Koalition aber angesichts der größten existenziellen Herausforderung vor der die Bundesrepublik Deutschland je gestanden hat, handlungsunfähig. Wer als Regierung in einer Situation, die sich praktisch stündlich weiter zuspitzt, nicht entscheiden, sondern nur vertagen kann, der sollte besser abtreten und den Weg für Neuwahlen frei machen.“