AfD Bayern wählt neuen Vorstand und fordert CSU zum Verlassen der Großen Koalition auf

Am Wochenende des 3. und 4. Oktobers fand der Landesparteitag der AfD Bayern in Nürnberg statt. 285 stimmberechtigte Mitglieder wählten einen neuen Landesvorstand. Zum Vorsitzenden ist Petr Bystron gewählt worden. Der Jetzendorfer Andreas Strixner wurde mit 96,7% der abgegebenen Stimmen zum Schatzmeister ernannt. Dazu erklärte Strixner: „Auf dem ganzen Parteitag war eine Stimmung des Aufbruchs zu spüren. Nach der Reorganisation werden wir jetzt auf die bayerischen Bürger zugehen. Die Altparteien sind mit ihrer desaströsen Asyl-Politik gescheitert – gerade auch die CSU in Bayern. Die Bürger haben genug von Seehofers Nebelkerzen. Die CSU ist in der Regierungsverantwortung und hat sowohl die gesetzlichen Grundlagen wie auch die Pflicht die Armutsmigrationsproblematik pro aktiv anzugehen. Es liegt ein absolutes staatliches Versagen bei der Bewältigung der Asylkrise vor. Die AfD Bayern wird im Rahmen der AfD-Herbstoffensive den Protest auf die Straße bringen, Flugblätter verteilen und Infostände aufbauen.“

Weiter fordert die AfD Bayern die CSU auf, aus der Großen Koalition auszutreten, da sie die Flüchtlingspolitik der Großen Koalition öffentlich wie eine Oppositionspartei bekämpft. Damit würde die CSU ihre Doppelzüngigkeit und Heuchelei gegenüber dem deutschen Volk beenden. Ein entsprechendes Positionspapier hat der Parteitag verabschiedet.

Zum 1. stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Mitglieder Werner Meier, der bereits dem vorhergehenden Landesvorstand angehört hatte. Professor Michael Wüst wurde zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt und Ralf Steinmeier zum 3. stellvertretenden Vorsitzenden. Stellvertretende Schatzmeisterin ist Katrin Ebner-Steiner. Zum Schriftführer ernannten die Mitglieder Martin Hebner und zum stellvertretenden Schriftführer Alexander Merz. Als Beisitzer wurden Edeltraut Schwarz, Georg Hock, Roland Gropp, Thomas Fügner und Kurt Schreck gewählt.

AfD-Bundessprecherin Frauke Petry erinnerte in ihrem Grußwort an die Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel, es sei nicht mehr ihr Land, wenn man sich für den Ansturm an Asylbewerbern entschuldigen müsse. Petry forderte Merkel deswegen auf, „die Konsequenzen zu ziehen“. Merkel sei „nicht mehr unsere Kanzlerin“. Petry betonte, dass die Bürger nun den Protest auf die Straße bringen müssten. Beatrix von Storch, stellvertretende Bundessprecherin der AfD, unterstrich in ihrer Rede die Bedeutung der AfD als „Anwalt der Familie“. Die Familien seien von den Altparteien im Stich gelassen worden sein, diese Leerstelle müsse die AfD füllen.